Familie in Bewegung e.V. in der Presse

»500 Familien machen schon mit« - DIE NASE, 06/2007

Wir werden gebraucht!

Wenn Iris Letsch über die ersten anderthalb Jahre vom Verein "Familie in Bewegung" spricht, dann merkt man ihr an, dass sie sehr zufrieden mit dem Erfolg ist. Immerhin hat man in den unterschiedlichen Kursen, die von dem Verein angeboten werden, schon im ersten Jahr mehr als 1300 Menschen - vor allem Mütter mit ihren Kindern - begleitet.

So arbeitet der Verein, in dem vier Teilzeit- und zehn Honorarkräfte als Familienpädagogen, Erzieherinnen und Sozialpädagoginnen beschäftigt sind, längst nicht nur in Friesenheim, sondern auch in anderen Stadtteilen. Zudem gibt es immer mehr Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen - zum Beispiel der Volkshochschule, der Stadtklinik Frankenthai und dem Diakonieverein Friesenheim. Bisher liegt der Schwerpunkt der Arbeit noch auf den Eltem-Kind-Gruppen, die es für Kinder zwischen wenigen Monaten bis zum Kindergartenalter gibt. Dabei geht es den Kursleiterinnen vor allem auch darum, den jungen Müttern den Blickwinkel zu erweitern, um ihnen zu helfen, zusammen mit ihren Kindern Spaß zu haben. Das nämlich ist gar nicht so selbstverständlich, weil die jungen Frauen es im Berufsalltag oft verlernt haben, "kindlich" und kreativ zu sein. Vor allem aber brauchen Mütter - ob alleinerziehend oder in Partnerschaft lebend - jemanden, der ihnen den Weg aus der Isolation heraus zeigt.

Auf die Frage, was denn das schönste Kompliment über den Verein gewesen sei, das sie in den letzten anderthalb Jahren gehört habe, braucht Iris Letsch vom Leitungsteam des Vereins nicht lange zu überlegen: "Schön, dass 'Familie in Bewegung' kein Haus ist, sondern ein Kreis von lebendigen Menschen" hieß es da. Schön zu hören auch: "Seitdem ich in dem Verein bin, traue ich mir auch ein zweites Kind zu".

Übrigens, bei "Familie in Bewegung" sind nicht nur die Mütter, sondern auch die Väter willkommen. Jeder vierte Vater lässt sich öfter mal sehen; die anderen kommen nur zu besonderen Gelegenheiten mit. Aber die sind bei "Familie in Bewegung" gar nicht so selten.

Mittlerweile will man nicht nur junge Eltern und ihre Kinder ansprechen, sondern bemüht sich um "Lebensbegleitung". Im derzeit laufenden Kursprogramm steht neben einer Fülle von Kreativangeboten (meistens Bastelarbeiten) auch Lebenshilfe im Programm. Zum Beispiel beim Thema Streiten. Das will nämlich auch gelernt sein, um nicht unnötige Animositäten aufzubauen. Ein anderes Angebot: Gedächtnistraining für Senioren, Stressbewältigung ("Lächeln statt Hecheln") oder auch einfach nur Gesprächskreise für Frauen.

Iris Letsch und ihre Mitstreiterinnen haben heraus gefunden dass es zu ihren besonders wichtigen Aufgaben gehört, den Müttern, die zeitweilig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind, das Selbstbewusstsein einzuimpfen, dass sie eine gesellschaftlich sehr wichtige Rolle innehaben.

Unter Telefon 0621-45492I5 ist "Familie in Bewegung" montags und mittwochs zwischen 8 und 11 Uhr zu erreichen, montags zusätzlich auch zwischen 15 und 17 Uhr. (rnk)

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